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Der G20-Gipfel ist kein Volksfest

Katja SudingKatja Suding ist über den Volksfest-Vergleich empört
26.06.2017

Zum G20-Gipfel in Hamburg werden mehr als 100 000 Demonstranten erwartet, darunter einige Tausend, die als gewaltbereit eingeschätzt werden. Bürgermeister Olaf Scholz ist zuversichtlich, dass es gelingen werde, die Protestler in Schach zu halten: "Wir richten ja auch jährlich den Hafengeburtstag aus. Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist." Hamburgs-FDP Chefin Katja Suding findet den Vergleich mehr als daneben:  "Wenn sich die Vertreter der wichtigsten Staaten der Welt bei uns treffen, verbietet sich ein Hinweis auf ein Volksfest", sagte sie der Bild.

Darüber hinaus bedeute das zweitägige Treffen für viele Menschen, Geschäfte und Firmen erhebliche Einschränkungen. "Sich dann auf den Hafengeburtstag zu beziehen ist ein Schlag ins Gesicht von uns allen. Eine schlichte Frechheit des Bürgermeisters. Völlig abgehoben."

Hamburgs FDP beteiligt sich nicht an Aufrufen zu Demonstrationen und Kundgebungen rund um den G20-Gipfel, weil Ordnungskräfte und Hilfsdienste am zweiten Juli-Wochenende ohnehin enorm herausgefordert würden. Auch inhaltlich gebe es keinen Grund für eine Teilnahme an Demos, sagte Katja Suding der Deutschen Presse-Agentur: "Angesichts weltweiter Sicherheitsrisiken und steigender Spannungen ist ein direkter Dialog der Regierungschefs der führenden Staaten auf internationalen Konferenzen unverzichtbar."

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