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Grundrente könnte deutlich teurer werden

Briefe, Deutsche Rentenversicherung, RenteDie SPD hat kein tragbares Rentenkonzept

Die Kritik an der SPD-Grundrente reißt nicht ab. Laut Finanzexperten könnte sie doppelt so viel kosten, wie von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) veranschlagt. FDP-Rentenexperte Johannes Vogel macht klar: “Nahezu täglich kommen neue Studien und Hinweise auf den Tisch, die klar belegen: Die SPD-Grundrente ist leider ein schlechtes, nicht gegenfinanziertes und unfaires Modell.“ Er appelliert an die Große Koalition, sich am Vorschlag der FDP-Fraktion einer Basis-Rente zu orientieren und so gezielt gegen Altersarmut vorzugehen.

Die Kritik der Freien Demokraten richtet sich primär dagegen, dass die SPD auf eine Bedürftigkeitsprüfung verzichten will. Dadurch werden auch Rentner bedacht, die trotz einer niedrigen Rente womöglich andere Einkünfte haben oder sonst abgesichert sind. “Geld wird mit der Gießkanne ausgegeben, ohne eine dauerhaft solide Finanzierung sicherzustellen“, monierte Vogel.

Darüber hinaus werde der Gleichheitsgrundsatz in der Rentenversicherung ausgehebelt, “weil Einzahlungen und Ansprüche nicht mehr in Zusammenhang stehen“, verdeutlichte der rentenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. “Und gleichzeitig gehen viele Rentner leer aus, die wirklich wenig haben. Diese sind die großen Verlierer“, stellte er klar. Die Basis-Rente der FDP geht deutlich zielgenauer vor: Dabei wird durch einen Freibetrag bei der Anrechnung von gesetzlicher Rente und privater Vorsorge auf die Grundsicherung sowie einer Bedarfsprüfung gezielt denjenigen geholfen, die Unterstützung brauchen.

Kommentare (2)

Jürgen Brachem, Mitgl. Nr. 0503209473
06.06.2019 - 12:09
Ich bin sicher die FDP-Fraktion findet eine gerechtere Lösung als der nicht zu Ende gedachte Vorschlag des Herrn Heil. Hierzu mein persönlicher Vorschlag: Ja zur Grundrente, jedoch mit Bedürftigkeitsprüfung. Grundrente nicht nur nach 35 Beitagsjahren. Das ist gegenüber Versicherten nicht fair, die z. B. 20, 25 oder 30 Versicherungsjahre gezahlt haben, jetzt Fehlzeiten haben,weil sie in den anderen Jahren z. B. Eltern versorgt haben. Pflegegeld gab es früher noch nicht. Somit wäre auch in diesen Fällen die Mindestrente, wenn auch mit Abschlägen, fair. Auf der anderen Seite kann es nicht sein, das Versicherte mit 35 Versicherungsjahren die Grundrente erhalten, aber zusätzlich zu der jetzt niedrigen Rente z. B. 10.000 € Mieteinnahmen pro Monat haben.
Karen Lill
06.06.2019 - 07:15
Ich wünschte, die FDP würde auf die Erläuterung ihrer eigenen Vorschläge so viele Worte verwenden wie für das Schlechtmachen der Vorschläge anderer Parteien. Und zwar in Klarer Sprache, so dass man es leicht versteht und vor allem rüberkommt, dass die Freien Demokraten ein Herz haben. Verstehen, dass es um die Würde des Menschen geht und darum, den Menschen im Alter ein Auskommen zu sichern.
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