FDPGigabit-Masterplan

NRW macht Tempo beim Glasfaserausbau

Die NRW-Landesregierung beschleunigt den Ausbau von GigabitnetzenDie NRW-Landesregierung beschleunigt den Ausbau von Gigabitnetzen
20.04.2018 - 11:30

In Nordrhein-Westfalen zeigt die schwarz-gelbe Landesregierung, wie fortschrittliche Digitalpolitik geht. Bei einer Pressekonferenz stellte Digitalminister Andreas Pinkwart den Gigabit-Masterplan fürs Land vor. "Mit fünf neuen Gigabit.NRW-Geschäftsstellen schaffen wir gute Rahmenbedingungen für den zügigen Ausbau von schnellem Internet im ganzen Land", erklärte er. Dazu gehören etwa unbürokratische Verfahren für Glasfaserausbau und engere Abstimmung mit den Kommunen.

Die Geschäftsstellen Gigabit.NRW sollen Projekte anstoßen, die Gemeinden zur Förderung des Breitbandausbaus umfassend beraten und die ergänzenden Landesmittel bewilligen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der intensiven Beratung aller Schulträger. "Bei Gewerbegebieten und Schulen soll und wird es deutlich schneller gehen", sagte Pinkwart mit Blick auf dem Ziel der Landesregierung, NRW bis 2025 mit flächendeckenden Gigabitnetzen auszustatten. Darüber hinaus soll der Masterplan für bessere Informations- und Beratungsangebote in den Regionen, schnellere Entscheidungswege und einfachere Verfahren sorgen. "So können wir den wirtschaftlich und gesellschaftlich dringend notwendigen Glasfaserausbau beschleunigen", betonte Pinkwart. "Das ist eine große Aufgabe, die unser Land voranbringen wird."

Zu den Eckpunkten des Masterplans gehören unter anderem der GigabitGipfel.NRW im Juli, die Aufstockung des Landes-Kompetenzzentrums Gigabit.NRW, ein Netzwerk kommunaler Koordinatoren und maßgeschneiderte Aktionspläne für Gewerbegebiete, Schulen und öffentliche Einrichtungen. Mit sieben Milliarden Euro für die Digitalisierung, davon mindestens fünf Milliarden Euro für Gigabitnetze, sowie besserem Qualitätsmanagement und einem landesweiten Gigabit-Atlas soll der Breitbandausbau jetzt deutlich beschleunigt werden. (ch)

Kommentare (1)

Marco Brück
20.04.2018 - 21:46
Gut wären einfach ein paar mehr Tiefbauunternehmen. Anstatt TelekombashIng zu betreiben, würde uns bspw. der VDSL-Ausbau direkt weiterhelfen. Dann hätte man 10 Jahre Zeit, Glasfaserkabel zu jedem Bauernhof zu verlegen. Schweden plant für den flächendeckenden Glasfaserausbau auch mit 20 Jahren. Und während die Telekom gezwungen ist, auch Konkurrenten ihr Netz zur Verfügung zu stellen, wird in Nümbrecht bspw. das Glasfasernetz mit vielen Steuermillionen von einem kommunalen Gemeindewerk gebaut. Natürlich ohne Regulierung für alternative Anbieter. Das ist Staatswirtschaft.

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