FDPMecklenburg-Vorpommern

Regierung tut zu wenig gegen Fachkräftemangel

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In Mecklenburg-Vorpommern fehlen an allen Enden Fachkräfte, jetzt auch im Bereich der Justiz. In den kommenden Jahren werden bis 2029 60 Prozent der Arbeitsrichter in Rente gehen. FDP-Landeschef Hagen Reinhold übte scharfe Kritik an der Politik der Landesregierung: "Das Land tut viel zu wenig, um den bereits existierenden Fachkräftemangel entscheidend entgegenzuwirken. Dies ist um so dramatischer, als dass sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren erheblich verschärfen wird."

Die Prognose der Arbeitsrichter für Mecklenburg-Vorpommern zeige deutlich, dass durch die aktuelle Altersstruktur und den harten Wettbewerb um Fachkräfte, nun auch die Aufrechterhaltung elementarster Bestandteile unseres Rechtsstaates in Gefahr seien, warnte Reinhold. Er führte aus: "Das bestätigt unsere jahrelangen Forderungen nach einer Stärkung der Justiz. Schon jetzt liegt die Dauer der Gerichtsverfahren in Mecklenburg-Vorpommern deutlich über dem Bundesschnitt." Die Funktion des Rechtsstaates könne nur aufrechterhalten werden, wenn nach Ermittlungen auch zeitnah Gerichtsverfahren stattfinden können. "Hier muss das Land gegensteuern", stellte Reinhold klar.

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