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Sieg der Demokratie in Frankreich

Frankreich-FlaggeKandidatensuche für den Elysée-Palast
22.11.2016 - 13:40

Vorwahlen im Lager der französischen Konservativen: das gab es noch nie. Francois Fillon, Alain Juppé und Nicolas Sarkozy bewarben sich um die Präsidentschaftskandidatur. Der frühere Präsident Sarkozy scheidet beim Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aus. Favorit ist nun sein ehemaliger Premier François Fillon, der gemeinsam mit dem zweitplatzierten Alain Juppé in die Stichwahl am Sonntag einzieht. Für Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, ist der Sieg Fillons ein Sieg der Demokratie in Frankreich.

Denn: "Die Gefahr war groß, dass ein Präsidentschaftskandidat Sarkozy dasselbe Schicksal erleiden würde wie Clinton in den USA." Für linke Wähler galt Sarkozy selbst in einer möglichen Stichwahl mit Le Pen als kaum wählbar, erläutert er die politische Gemengelage im Nachbarland.

Front National geschlossen gegenübertreten

Seiner Ansicht nach täte das bürgerliche Lager nun gut daran, alle Kräfte zu bündeln und den Populisten von der Front National geschlossen gegenüberzutreten. Lambsdorff warnt: "Wenn Le Pen zur Präsidentin gewählt würde, wäre das ein schwerer Schlag für die EU. Sie steht für Nationalismus, autoritäre Führung und die schon so oft gescheiterte sozialistische Wirtschaftspolitik."

Hintergrund

Die erste Vorwahl eines Präsidentschaftskandidaten in der Geschichte von Frankreichs Gaullisten, Konservativen und Liberalen stand nicht nur den 240 000 Parteimitgliedern der Republikaner offen. Aufgerufen waren alle Sympathisanten und potenziellen Wähler der Rechten und des Zentrums.

Wer teilnehmen wollte, musste in den Wahllisten eingetragen sein und sich per Erklärung "zu den Werten der Rechten und des Zentrums" sowie zum Ziel eines Machtwechsels bekennen, also einer Ablösung des sozialistischen Präsident François Hollande.

Zur Wahl standen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, François Fillon, der Sarkozy 2007 bis 2012 als Regierungschef gedient hatte und Ex-Premier Alain Juppé.  François Fillon geht nun als Favorit in die Stichwahl gegen Juppé.

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