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Tegel: Erkenntnisprozess in der SPD soll weiter gehen

Sebastian CzajaSebastian Czaja beibt in Sachen Tegel hartnäckig
25.10.2016

Tegel weiterbetreiben? Für die Berliner SPD bislang ein No Go. Jetzt bricht ein SPD-Abgeordneter erstmals dieses Tabu - und schlägt einen Kurswechsel vor. Robert Schaddach aus Treptow-Köpenick hat vorgeschlagen, zumindest den Regierungsflughafen in Tegel zu belassen und nicht wie geplant zum BER nach Schönefeld zu verlegen. FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja freut sich über den Erkenntnisgewinn des Sozialdemokraten. Schaddachs Vorschlag sei ein "erster Schritt", lobte der FDP-Fraktionschef. Es sei zu hoffen, dass "dieser Prozess in der SPD noch weiter geht und die Realitäten endlich anerkannt werden."

Denn: "Die Flughafenpolitik des Berliner Senats nimmt immer abstrusere Züge an. Auf mittlerweile 79 Millionen Euro würden sich die Kosten für den provisorischen Regierungsterminal, das am BER geplant ist, summieren. Der aber solle nur fünf bis sechs Jahre genutzt werden. "Das wären knapp 15 Millionen Euro, die da pro Jahr verpulvert würden", rechnet Czaja vor. "Und der endgültige Regierungsflughafen soll nach heutigem Stand dann noch einmal 350 Millionen Euro kosten."

Müller schmeißt Flughafen-Millionen nur so zum Fenster raus

Czaja ist empört: "Angesichts der Tatsache, dass in Berlin hinten und vorne Geld fehlt, um die Infrastruktur zu erneuern und Schulen zu sanieren, ist das ein himmelschreiender Skandal."

Doch während der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Flughafen-Millionen "nur so zum Fenster hinausschmeißt", würden offenbar die Ersten in der SPD wach. Sie würden sich darauf besinnen, dass es eine ganz einfache Lösung für die Kapazitätsprobleme am BER gibt: Tegel.

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