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FDP warnt vor weiteren Hürden am Arbeitsmarkt

Team am TischJohannes Vogel warnt vor weiteren Hürden am Arbeitsmarkt

Der SPD-Sonderparteitag hat Verhandlungen über eine Neuauflage der großen Koalition zwar knapp gebilligt, die SPD-Führung aber aufgefordert, noch mehrere Punkte durchzusetzen. Untere anderem wollen sie, dass befristete Arbeitsverhältnisse die Ausnahme sein müssten. FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel warnt eindringlich davor: "Wenn wir in Deutschland den Kampf gegen Arbeitslosigkeit weiterhin ernst nehmen und den Sprung in die digitale Zukunft schaffen wollen, dürfen befristete Arbeitsverhältnisse nicht weiter eingeschränkt werden."

Er bricht einmal mehr die Lanze für einen flexiblen Arbeitsmarkt. Gerade Berufseinsteigern und Langzeitarbeitslosen würden befristete Arbeitsverhältnisse eine gute Möglichkeit bieten, einen Fuß in die Türe zu bekommen oder wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. "Wir wissen aus der Arbeitsmarktforschung zudem, dass der Anteil der befristeten Jobs an der gesamten Beschäftigung seit Jahren stabil unter zehn Prozent liegt", führt Vogel weiter aus. Befristung sei ausweislich der Statistik eben auch kein Dauerzustand: die allermeisten der erst befristet Beschäftigten haben fünf Jahre später einen unbefristeten Vertrag, über die Hälfte beim selben Arbeitgeber. "Diese Realität sollten auch Martin Schulz, die SPD sowie die Union im Blick haben und in Koalitionsverhandlungen keine weiteren Hürden am Arbeitsmarkt aufstellen“, mahnt Vogel. (ph)

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