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In Malaysia herrscht die Korruption

Das malaysische Finanzministerium. Bild: Phuong D. Nguyen / Shutterstock.comDas malaysische Finanzministerium. Bild: Phuong D. Nguyen / Shutterstock.com

Der malaysische Premier Najib Razak ist in einen massiven Korruptionsskandal verwickelt, 4,5 Milliarden US-Dollar an öffentlichen Mitteln sollen veruntreut worden sein. Trotzdem hat das Oppositionsbündnis bei den anstehenden Parlamentswahlen am 9. Mai kaum Chancen. "Vielleicht gelingt es der Opposition, eine Zweidrittel-Mehrheit der Regierung im Parlament zu verhindern – mehr ist nicht drin", sagt Ben Suffian, Chef vom malaysischen Meinungsforschungsinstitut MERDEKA CENTRE, einem Partner der Stiftung für die Freiheit.

Auf Oppositionsseite kooperieren zwei Feinde: Der seit 20 Jahren für Demokratie kämpfende und deshalb inhaftierte Anwar Ibrahim sowie der 92-jährige Ex-Premier Mahathir Mohamad, der 1998 für Anwars Verhaftung gesorgt hatte. Auf Regierungsseite tritt der aktuelle Premier wieder an. Trotz Korruptionsskandal gilt er als Favorit.

 

Wie benachteiligt der Zuschnitt der Wahlkreise die Oppositionsparteien? Wie unterminiert die Regierung den Wahlkampf ihrer Herausforderer sowie die Aufklärung des Skandals? Und was hat der Hollywood-Film The Wolf of Wall Street mit dem Korruptionsfall zu tun? Diese und weitere Zusammenhänge beleuchtet Moritz Kleine-Brockhoff, Projektleiter Malaysia der Stiftung für die Freiheit, in seiner Analyse. (ch)

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